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Baubeginn Brunnenkunst

 

Grüne Wohntürme aus Erfurt als Vorbild:
Urbane und vertikale Gärten sind aktuell ein Trend-Thema

 

Mit den geplanten begrünten Fassaden bis in 60 Meter Höhe machen schon jetzt von sich reden. „Ich bin von mehreren Teilnehmern des Weltkongresses Gebäudegrün auf unser Vorhaben angesprochen worden“, sagt Michael Reuter, der die Veranstaltung für die Wachsenburg Baugruppe in Berlin besucht hat. Über 100 Referenten aus 21 Ländern haben bei dem mehrtägigen Kongress über Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung sowie über Begleitthemen wie Stadtklima, Regenwasserbewirtschaftung, Nachhaltigkeit und die Zukunftsstadt gesprochen. Gerade an heißen Sommertagen und mit Blick auf den Klimawandel rücken bepflanzte Fassaden in den Fokus. Sie können helfen, die Klima- und Energiebilanz von Großstädten zu verbessern.
Mehr erfahren - www.bundesbaublatt.de

Die Wohnhochhäuser am nördlichen Juri-Gagarin-Ring in Erfurt. Visualisierung: Worschech Architects

 

 

 

                

 

 

 

 


 

2016 TLZ Bauherrenpreis 1


gelebteVisionen

 


 

MITTWOCH, 09. SEPTEMBER 2015 - Thüringer Allgemeine - ILMENAU

Das Brunnenkunst-Bauprojekt in Arnstadt könnte richtig teuer werden

 

Archäologen schicken Kostenvoranschlag für Bodenuntersuchung über 350 000 Euro.

Bauträgerin will nicht aufgeben

Brunnenhoefe Arnstadt

Carola Busse auf dem Baugrundstück in Arnstadt zwischen Brunnenkunst und Mittelgasse

Foto: Hans-Peter Stadermann

 

Arnstadt. Carola Busse ist das, was man eine Macherin nennt. Die Unternehmerin aus Holzhausen hat in 25 Jahren als Architektin und Bauträgerin schon viele Spuren im Ilm-Kreis und in der Landeshauptstadt hinterlassen. Und schon einiges erlebt. 500 Einfamilienhäuser und rund 250 sanierte Objekte stehen auf ihrer Habenseite. Doch nun hat sie ein Problem, das sie etwas ratlos macht. Das Problem liegt mitten in Arnstadt. Name: Brunnenkunst. Dort will die 54-Jährige eine Bebauung platzieren, die die Altstadt aufwertet. Sie war die einzige Bewerberin um das nicht unkomplizierte Baugebiet. Die anderen werden womöglich gewusst haben, dass es da Schwierigkeiten geben könnte.

Carola Busse, Chefin der Wachsenburg Baugruppe, ließ sich indes nicht schrecken. Fünf Stadthäuser plant sie dort, dazu zwei Stadtvillen mit je zwei Wohnungen plus Tiefgaragen. Anspruchsvolles Bauen solle es werden, so die Bauherrin. 2016 sollte der Startschuss fallen. Eigentlich. Doch der steht derzeit in den Sternen. Denn Carola Busse hat die Rechnung ohne das Landesamt für Archäologie gemacht. Besser gesagt, sie bekam eine Rechnung von dort präsentiert. Falls sie an der Brunnenkunst tatsächlich bauen sollte. Die in Aussicht stehende Summe: 347 985 Euro. Der Voranschlag beinhaltet die Kosten für die archäologische Untersuchung des Baugebietes, welches im Untergrund mit Resten der einstigen bronze- und eisenzeitlichen Besiedlung überraschen könnte. Denn das Areal, so heißt es in einem Brief nebst Kostenvoranschlag, unterzeichnet vom zuständigen Gebietsreferenten im Landesamt, Dr. Thomas Grasselt, grenze an ein Kloster, das im Hochmittelalter, spätestens seit der Reformationszeit, ein Wohngebiet mit Werkstätten gewesen sei. Ergo: Es müsse gegraben werden. Per Hand. Die Rede ist dann in dem Brief von einer Fläche von einem Hektar Größe. Tatsächlich sind es aber nur ca. 1000 Quadratmeter. Bis zwei Meter soll es in die Tiefe gehen, sollte Frau Busse dort bauen wollen. Da man aber nicht genau wisse, was im Untergrund zu erwarten sei, wolle man sich kostenmäßig nicht festlegen. Könnte auch heißen: Es wird noch teurer.

Abschließend kommt man beim Landesamt zu der Feststellung, dass das Areal „ein archäologisch schwerer Brocken“ sei, aber „eine Chance für die Stadtgeschichtsforschung“ biete. „Alles schön und gut“, sagt die Holzhäuserin. „Ich war aber der Meinung, ich habe ein Baugrundstück gekauft. Nun plötzlich wird es zum archäologischen Bodendenkmal deklariert.“ Ihr sei aus jahrelanger Bautätigkeit durchaus bewusst, dass ihr „wunderschöner Bauplatz in historisch bedeutender und wertvoller Umgebung“ liege. Es sei ihr aus beruflicher Erfahrung auch klar, dass man da mit den Bodendenkmalpflegern rechnen müsse. Und mit Kosten. Aber nicht mit solch heftigen.

In Erfurt war die Grabung dagegen ein Schnäppchen

In Erfurt hat Carola Busse die Schottenhöfe im historisch sehr heiklen Gebiet hinter der Krämerbrücke – hier wurde bei Bauarbeiten auch die mittelalterliche jüdische Mikwe (Bad) zufällig gefunden – auf 3500 Quadratmetern Grund gebaut. Und hat für die Bodenuntersuchung „nur“ 130 000 Euro bezahlt. In Arnstadt soll sie 350 000 Euro für weniger als ein Drittel dieser Fläche hinlegen. Warum diese krasse Differenz? Und wenn das an der Brunnenkunst alles so bedeutsam sei, warum wurde da in den letzten 25 Jahren noch nichts unternommen? Die Frage stellt sie an Land und Stadt. Laut Denkmalschutzgesetz gingen bedeutsame Gebiete nämlich in Landeseigentum über.

Da hätte man längst im Rahmen der Städtebauförderung rangehen können. So hat man aber wohl lieber gewartet, bis einer bauen will, dem man die Grabungskosten aufs Auge drücken kann, könnte man meinen. 25 000 Euro für Planungskosten stecken schon im Projekt. 80 000 Euro werden für den Grundstückskauf fällig. Carola Busse: „Ich müsste die Kosten auf den Quadratmeterpreis umlegen. Der würde dann um 350 Euro teurer. Wer aber kauft dann noch? Am Ausstattungsstandard sparen? Wer zahlt dann den kalkulierten Preis?“. Aufgeben? „Nein, eigentlich nicht“, sagt die Bauunternehmerin.

Sie will mit dem Landesamt nach gangbaren Wegen suchen, würde z.B. die Maschinen und Leute stellen. Die Archäologen müssten sich dann nur um eventuelle Funde kümmern. Vorschlag Nr. 1: Gegraben werden könnte zur Probe in einem Kreuz über den Platz, jeweils zwei Meter breit und auch tief und nicht auf der ganzen Fläche. Dann sehe man weiter. Wenn die Funde bedeutsam seien, könne das Land ja das Grundstück kaufen und ein Museum draus machen, so ihr Vorschlag Nr. 2. Im Landesamt in Weimar hält man sich sehr bedeckt beim Thema Brunnenkunst. Man könne schließlich nicht irgendwo losgraben, blafft Gebietsreferent Grasselt ins Telefon. Um dann im herrischen Ton mitzuteilen, dass man gar nichts dazu sage. Erst mal solle der Bauantrag her.

Michael Keller / 08.09.15 / TA Z0R0010840453


 

Brunnenhoefe_ArnstadtBrunnenhoefe_Arnstadt

 
03.02.2013
Zeitungsartikel Erfurter Allgemeine 02.02.2013 - PLATEAUSCHUHE AUF DER BAUSTELLE UND EIN FENSTERLADEN IM BÜRO

 

2013
Artikel Super ILLU - SCHOTTENNESTER

 

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Zeitungsgruppe Thüringen - LESEPATEN

 

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Artikel Capital - Regiopole mit Charme

 

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